BURSITIS
OLECRANI
Schleimbeutelentzündung
am Ellenbogen, Studentenellenbogen (engl.: students elbow)
Der Begriff
Der Begriff Bursitis steht für die Schleimbeutelentzündung (Bursa (latein) = Beutel, Tasche; -itis= Endung für eine En tzündung). Als Bursitis olecrani wird eine Schleimbeutelentzündung am Ellenhaken des Ellenbogen s bezeichnet (olecranon (lat.) = Ellenbogen knochen).
Weitere gebräuchliche Bezeichnungen für die Bursitis olecrani: Studentenellenbogen und students elbow.
Man unterscheidet generell zwischen der akuten Bursitis olecrani, auch traumatische Bursitis olecrani genannt und der chronischen Bursitis olecrani. Eine Bursitis olecrani kann sehr hartnäckig und auch schmerzhaft sein.
Die Symptome (= Krankheitszeichen)
Die Bursitis olecrani ist ein häufiges Krankheitsbild. Bei einer Bursitis olecrani füllt sich der lokale Schlei mbeutel am Ellenbogen mit einem Erguss. Der Schlei mbeutel ist häufig geschwollen, die Schleimhaut verdickt. Über dem Ellenbogen knochen (Olecranon) lässt sich eine deutliche teigige bis fluktuierende Schwellung ertasten, diese ist meistens auch äußerlich deutlich sichtbar. Diese geht mit einer ausgeprägten Druckschmerzhaftigkeit einher. Häufige Symptome bei einer bakteriellen En tzündung sind Rötung und Überwärmung.
Die Beweglichkeit ist bei einer Bursitis olecrani ist in der Regel (noch) nicht eingeschränkt. Erst im späteren Stadium kann es durch starke Schmerzen zu Funktionsstörungen kommen. Bei chronischen Verläufen kommt es zu Fibrineinlagerungen sowie Flüssigkeitsansammlungen in und um die Bursa herum. Somit entsteht auch eine Schwellung im Bereich des Gelenkes, Schmerzen sind ebenfalls die Folge.
In Zusammenhang mit Gicht oder chronischer Polyarthritis kommen bei einer Bursitis olecrani (Studentenellenbogen) noch Rötungen sowie knötchenförmige Veränderungen vor. Nach einer Verletzung kann der Schlei mbeutel auch mit Blut gefüllt sein, bei chronischen Veränderungen ist die Flüssigkeit eher klar, bei Infekten oft mit Eiter gefüllt. Bei der Gicht finden sich Harnsäure-Kristalle im Schlei mbeutel.
Allgemeine Ursachen für eine
Bursitis:mechanische Reize (Fremdkörper, Druck, Verletzung)
andere physikalische Faktoren (ionisierende Strahlen, UV-Licht, Wärme, Kälte)
chemische Stoffe (Laugen, Säuren, Schwermetalle, bakterielle Toxine, Allergene u. Immunkomplexe)
krankhafte Stoffwechselprodukte
entgleiste Enzyme
bösartige Tumoren
Spezifische Ursachen der
Bursitis olecraniSchleimbeutel sind Spalträume im Bindegewebe, die mit einer Synovialmembran ausgekleidet sind und ebenso wie Gelenke Flüssigkeit enthalten. Sie sind an verschiedenen Stellen der Ex tremitäten (= Ar me, Be ine) zu finden und bilden v. a. dort, wo Seh nen über den Knoc hen gleiten, eine Art „Polsterkissen“. Dadurch erleichtern sie das gegenseitige Verschieben von Strukturen, die unter Druck flächenhaft aneinander gepresst werden. Sie wirken also als Druckverteiler. Von krankhaften Prozessen sind häufig die Bursa olecrani (Schlei mbeutel der bei der Bursitis olecrani betroffen ist) und praepatellaris betroffen, da über diesen nur wenig Gewebe vom Knoc hen bis zur Haut vorhanden ist. Dadurch kann ein mechanischer Druck von außen sehr direkt auf den Sch leimbeutel einwirken.
Eine akute Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen (Bursitis olecrani, Studentenellenbogen) entsteht häufig nach offenen Verletzungen, während die chronische Bursitis olecrani meist aufgrund von Überbelastung (z. B. bei diversen Sportarten) oder andauernder mechanischer Druckbelastung ( z.B. Büroarbeit) zustande kommt. Daher existiert für die Bursitis olecrani auch der Name Studentenellenbogen weil diese den Ellenbogen lange auf den Tisch stellen.
Die Bursitis olecrani kann aber auch durch eine En tzündung, eine entzündlich-rheumatischen Erkrankungen (rheumatoide Arthritis) oder eine Stoffwechselerkrankung wie die Gicht hervorgerufen werden. Hier sollen auch die Stoffwechselerkrankungen im Rahmen der der chronischen Polyarthritis genannt werden. Besonders häufig findet man als Ursache für die Bursitis olecrani eine chronische Polyarthritis am Ellenbogen. Bei diesen letzteren Ursachen bedarf es also keiner zusätzlichen Einwirkung von außen.
Mögliche Komplikationen (Folgen)
Probleme entstehen nach einer akuten bzw. traumatischen oder chronischen Bursitis olecrani immer dann, wenn Weichteildefekte entstehen und die Durchblutung der Region nach chirurgischem Eingriff geschädigt ist. Nicht selten liegt dann das knöcherne Olekranon frei.
In Verbindung mit chronischen Entzündungen kann sich bei einer Bursitis olecrani ein knöcherner Sporn bilden, der so genannte Olekranonsporn.
Die Therapie
Bei einer Bursitis olecrani sollte bis zum Abklingen der Symptome der A rm in einer 90°-Schiene ruhiggestellt werden. Lokale Kühlung kann den Genesungsprozess unterstützen. Direkter Druck auf den Ellenbogen sollte dabei vermieden werden. Desweiteren sind physikalische Therapiemaßnahmen wie Ultraschall- und Reizstromtherapie zu nennen.
Begleitet wird die Behandlung der Bursitis olecrani zumeist medikamentös durch schmerzlindernde und entzündungshemmende Präparate (Salben, Tabletten). Bei einer infektiösen Bursitis wird auch ein Antibiotikum verabreicht. Eine Punktion der Bursa dient zum einen der Entlastung und damit Schmerzlinderung, zum anderen um eine Infektion auszuschließen.
Wenn diese Maßnahmen keine oder nur wenig Wirkung zeigen oder wenn sogar eine Infektion durch Bakterien vorliegt, muss meistens operiert werden, wobei häufig der Schleimbeutel entfernt wird.
Eine neue Möglichkeit zum invasiven Eingriff bei einer Bursitis olecrani ist die so genannten Bursoskopie. Mit einem konventionellen Endoskop dringt man hier in das Bursacavum vor und entfernt unter Belassung der fibrösen Schicht lediglich das entzündete Stratum synoviale. Die äußere Gleitschicht bleibt auf diese Weise erhalten.
Nicht selten verbleiben bei einer Schleimbeutelentzündung trotz einer kausalen (= auf die Ursache gerichteten) fachärztlichen Behandlung weiterhin Schmerzen, so daß dann schmerztherapeutische Behandlungsmethoden gefragt sind. Oft sind diese bei verschiedenen Grundkrankheiten die gleichen, da sie sich nach dem Schmerz und seiner Ausdehnung und nicht mehr vorrangig nach der Ursache richten. Ein länger bestehender Schmerz, auch infolge einer Bursitis olecrani, erfordert praktisch immer eine Kombination von verschiedenen Therapieverfahren, die i.d.R. nur in spezialisierte Zentren (Schmerzklinik) angeboten werden können. Bei einer schmerzhaften Bursitis olecrani sind dies:
Information über die Erkrankung
Medikamentöse Behandlung (u.a. Schmerzmittel, schmerzlindernde Psychopharmaka, auch als Infusionen, individuell ausgetestet)
Therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) in Form von Infiltrationen und Nervenblockaden, auch kontinuierlich mit Katheter
Evtl. TENS-Therapie (schmerzlindernde elektrische Ströme, die von einem kleinen tragbaren Gerät abgegeben werden)
Psychologische Therapieverfahren (bes. Entspannungsverfahren und Schmerzbewältigungstraining)
Physiotherapie (Krankengymnastik und Anwendungen) bei Funktionseinbußen
Der therapeutischen
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit Lokalanaesthetika)
fällt in der Behandlung chronischer, entzündlich
bedingter Schmerz en, und
damit auch bei einer
Bursitis olecrani, eine herausragende
Rolle zu.
Daß Lokalanästhetika
(= örtliche
Betäubungsmittel) auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich
wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken
Sie hier.
In der akuten (= plötzlich einsetzend, heftig u. von meist kürzerer Dauer)
Phase einer Bursitis
kommt es zu einer Erweiterung der Blutgefäße. Der
Organismus versucht u.a. auf diese Weise mit dem entzündlichen Geschehen fertig
zu werden, in dem die im Blut vorhandenen Abwehrmechanismen am Entzündungsort
vermehrt einwirken können.
Eine
chronisch e
Bursitis geht aber mit einer Verengung der versorgenden Blutgefäße einher, es liegt also eine
verminderte Durchblutung vor,
die zu einer Herabsetzung des Stoffwechsels führt.
Eine Behandlung kann deshalb nur dann erfolgreich sein, wenn es gelingt, wieder gute Durchblutungsverhältnisse herbeizuführen.
Bei der Behandlung mit einem
örtlichen
Betäubungsmittel (Infiltration, Nervenblockaden) kommt es für die Wirkzeit
des Medikaments neben der gewünschten Schmerzstillung durch gleichzeitige
Blockade vegetativer (= das unwillkürliche Nervensystem
betreffender) Nervenfasern auch zu einer
Sympathikolyse
(=
Unterbrechung bzw. Aufhebung der Sympathikuswirkung und damit Blutgefäßerweiterung)
und damit zu einer deutlichen Verbesserung der
Durchblutung und unter einerguten Durchblutung heilen En
tzündungen sicher ab.
In der Regel reicht eine solche Behandlung aber nicht aus, wenn sie nur in
größeren Zeitabständen durchgeführt wird, sondern es ist eine engmaschige,
gehäufte Abfolge erforderlich, optimal
kontinuierlich
mit eingepflanztem Katheter. Dabei wird
ein dünner
Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen (den
Schmerzbereich versorgenden) Ner ven
eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle
hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten“ werden. In der Folge wird über
diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen
Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In
bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch
den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden.
Im Falle der Bursitis olecrani kommt die kontinuierliche Blockade des Plexus brachialis zur Anwendung.
A
Achillobursitis,
Achillodynie,
Achillessehnenentzündung,
Adoleszentenkyphose,
Algodystrophie-Syndrom,
Algogenes Psychosyndrom,
Algurie,
alkoholische Polyneuropathie,
Amputation,
Analgetikakopfschmerz,
Anfall bei
Migräne,
anhaltende somatoforme Schmerzstörung,
ankylosierende Spondylitis,
Apoplexia, Apoplexia cerebri,
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Arthrosen,
Arthrose im Knie,
Arthrose (in) der Schulter,
Attacke bei
Migräne, Auriculotemporalis-Syndrom,
Atypischer Gesichtsschmerz,
Aurikulotemporales Syndrom,
B
Baastrup,
Bandscheibenschmerz,
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Bandscheibenvorfälle
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Bandscheibenvorwölbung,
Bandscheibenvorfall (www.bandscheibenvorfall.biz)(1),
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Basilarismigräne,
Bechterew,
Beckenschmerz,
Behandlung bei
Krebsschmerz,
Behandlung bei Kopfschmerzen,
Beine-offene,
Beingeschwür,
Beingeschwüre,
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,
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C
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D
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E
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Ergotismus,
Epikondylopathie,
Erythroprosopalgie
F
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G
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H
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I
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L
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O
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P
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pAVK,
Peitschenschlagsyndrom,
Periarthritis
humeroscapularis,
Periostitis,
Periphere arterielle
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Phantomschmerz,
Piriformissyndrom,
Plexusausriß,
Plexusneuritis,
Plantarfasciitis,
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Posttraumatischer
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Postzoster-Neuralgie,
Psoriasis-Arthritis,
Psychologische
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Pudendusneuralgie
Q
Querschnittsyndrom
R
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Steife Schulter,
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Scalenus, Synovitis,
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T
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toxische
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U
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Unterleibschmerz,
Ulzera cruris,
V
Verbiegung der Wirbelsäule /
Verkrümmung der Wirbelsäule, Vulvodynie (www.vulvodynie.de),
Verschlußkrankheit-arterielle,
vestibuläre Migräne,
Vulvodynia (www.genitalschmerz.de/vulvodynia)
W
Wadenkrampf (www.wadenkrampf.org),
Wadenkrämpfe (www.wadenkraempfe.com),
Wartenberg-Syndrom,
Weichteilrheuma
(www.weichteilrheuma.com),
Wirbelsäulenverbiegung,
Wirbelsäulenverkrümmung
(www.wirbelsaeulenverkruemmung.de)
Z
Zeckenbiß (www.nervenschaeden.de/zeckenbiss),
Zeckenborreliose (www.zeckenborreliose.de),
zervikaler Bandscheibenvorfall,
chronisches Zervikal-Syndrom,
Zervikobrachialsyndrom,
Zervikogener Kopfschmerz,
Zervikozephalgie,
Zosterneuralgie (www.brennschmerzen.de/zosterneuralgie),
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Links zu empfehlenswerten Einrichtungen:
www.norderney-insel-hotel.de/norderney-hotel
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